Die doppelblinde Phase-III-Studie LAURA untersuchte Osimertinib (n=143) vs. Placebo (n=73) nach definitiver Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenen Patient:innen im Stadium III mit EGFR Deletion 19 oder L858R-Mutation. Der primäre Endpunkt war PFS; OS und CNS-PFS waren die sekundären Endpunkte, die Therapie erfolgte bis zum Progress. Die beeindruckenden PFS-Daten wurden bereits im New England Journal of Medicine publiziert und zeigten eine deutliche Verlängerung des PFS mit 39,1 Monaten unter Osimertinib vs. 5,6 Monaten unter Placebo (HR 0,16; 95% CI 0,10-0,24), was auch zur Zulassung führte.
Zum Zeitpunkt der am ELCC präsentierten Datenanalyse mit Cut off November 2024 hatten 74 (52%) der Osimertinib-Patient:innen und 69 (95%) der Placebo-Patient:innen einen Progress. Die häufigsten Folgetherapien im Osimertinib-Arm waren EGFR-TKIs (42%), Bestrahlung (31%) und Chemotherapie (27%). Im Placebo-Arm erhielten 77% der Patient:innen als erste Folgetherapie Osimertinib, 9% einen anderen EGFR-TKI, 10% Bestrahlung und nur 4% Chemotherapie. Die Dauer bis zur ersten Folgetherapie war unter Osimertinib mit 43,8 Monaten deutlich länger als die 9,5 Monate unter Placebo (HR 0,13).
Das Überlebens-Update basierte auf einer Datenreife von 31% und einer Beobachtungszeit von 39,4 Monaten. Es zeigt trotz hoher Crossover-Rate einen Trend zum Vorteil für Osimertinib mit 58,8 Monaten vs. 54,0 Monaten unter Placebo (HR 0,67; 95% CI 0,40-1,14).
Fazit: Das Update der LAURA-Studie bestätigt Osimertinib als neuen Standard nach definitiver Radiochemotherapie bei EGFR-mutiertem NSCLC.