Erstattungskodex wird ausgedünnt

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Bei der Jahresgeneralversammlung des Österreichischen Generikaverbands (OeGV) wurde ein neues Unternehmen aufgenommen. Kritisiert werden die sinkenden Preise.

Wolfgang Andiel (62) wurde bei der Jahresgeneralversammlung des Österreichischen Generikaverbands (OeGV) zum mittlerweile fünften Mal als Präsident wiedergewählt. Als Vize-Präsidenten bestätigt wurden zudem Elgar Schnegg (Teva/ratiopharm) und Dr. Gerhard Klinger (Genericon Pharma). Martin Spatz (Stada) bleibt Schriftführer. Matija Kovac (Bluefish Pharma) übernimmt die Kassierfunktion. Als neues Mitglied begrüßt der Generikaverband Accord Healthcare – ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen, das Generika, Biosimilars und Originalprodukte entwickelt, herstellt und in über 85 Ländern vertreibt.

Kritisiert wurde, dass die Preise für Generika trotz steigender Kosten und wachsender regulatorischer Anforderungen sinken. Das verstärke das Risiko von Engpässen und Marktverengungen. Bereits jetzt würden monatlich rund 20 Medikamente den Erstattungskodex verlassen, darunter lebenswichtige Medikamente wie Schmerzmittel, Herz-Kreislauf- und Diabetes-Medikamente. Die nationale Verordnung zur Arzneimittelbevorratung verschärfe die Lage zusätzlich, wurde gewarnt. Die verpflichtende Lagerhaltung bedeute erhebliche finanzielle Belastungen. „Ohne Anpassungen bei der Preisbildung droht eine weitere Angebotsverknappung. Das Ziel der kommenden Funktionsperiode ist es vor allem, planbare Rahmenbedingungen für Generika-Hersteller zu schaffen. Wir brauchen nachhaltige Wettbewerbsbedingungen, um die Verfügbarkeit essenzieller Medikamente und damit die nachhaltige Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten zu sichern“, betonte Andiel. (rüm)