In den USA gibt es mittlerweile in mindestens 19 Staaten Masernfälle. Besonders Texas zeigt, wie gefährlich sinkende Impfraten für die Bevölkerung sind.
In den USA breiten sich Masern derzeit in mindestens fünf Bundesstaaten aktiv aus, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Texas ist mit 400 Fällen am stärksten betroffen, gefolgt von New Mexico, Kansas, Ohio und Oklahoma, in denen jeweils drei oder mehr Fälle bestätigt wurden. Laut den „U.S. Centers for Disease Control and Prevention“ gibt es in diesem Jahr bereits mehr Masernfälle als im gesamten Jahr 2024. Gesundheitsexpert:innen befürchten, dass das Virus auch in weiteren US-Gemeinden mit niedrigen Impfraten verbreitet werden könnte.
Die sinkende Impfquote in den USA sorgt für immer mehr Anfälligkeit gegenüber Masern. Expert:innen warnen, dass dies besonders für Kleinkinder gefährlich sein kann. Masern galten in den USA bis zum Jahr 2000 als ausgerottet, doch in texanischen Gebieten, wo der Ausbruch begann, waren nur 80 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft – deutlich weniger als die nötigen 95 Prozent, die für Herdenimmunität erforderlich sind. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind Infektionen in Texas außerdem verantwortlich für Masernausbrüche in Mexiko.
Insgesamt wurden von den US-amerikanischen Gesundheitsbehörden in diesem Jahr bereits 483 Masernfälle in mindestens 19 Bundesstaaten gemeldet – Alaska, Kalifornien, Florida, Georgia, Kansas, Kentucky, Maryland, Michigan, Minnesota, New Jersey, New Mexico, New York, Ohio, Pennsylvania, Rhode Island, Tennessee, Texas, Vermont und Washington. Die Zahl der Fälle könnte jedoch höher sein, da viele Infektionen aufgrund verspäteter Meldungen noch nicht erfasst wurden. Zudem fährt die neue Regierung unter Präsident Donald Trump entsprechende Untersuchungen und das Monitoring zurück. (red)