Die Stadt Wien und die Sozialversicherungsträger wollen den niedergelassenen Bereich mit neuen, ambulanten Zentren ausbauen. Das soll die Krankenhäuser entlasten.
In der jüngsten Sitzung der Wiener Zielsteuerungskommission, an der Vertreter:innen der Stadt Wien, der Krankenversicherungen (ÖGK, SVS, BVAEB und KFA) sowie des Bundes teilnahmen, konnte man sich erneut zu Projekten zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Wien einigen: Die Down-Syndrom-Ambulanz in der Klinik Favoriten, das Diabeteszentrum Wien West und das Kompetenzzentrums für Postakute Infektionssyndrome (PAIS). Die Down-Syndrom-Ambulanz wurde bereits am 1. Juli 2023 eröffnet und hat sich seitdem sehr gut etabliert. Aufgrund des großen Bedarfs wurde beschlossen, das Projekt bis zum 31. Dezember 2028 zu verlängern und das ärztliche Personal aufzustocken.
Ein weiterer wichtiger Beschluss betraf das Diabeteszentrum Wien West. Der Beginn der Umsetzungsphase ist für April 2025 angesetzt, wobei zunächst die Immobilienfindung und die Detailplanung der Räumlichkeiten im Fokus stehen. Das Ziel ist es, das Zentrum bis 2027 in Betrieb zu nehmen, um eine noch effektivere Versorgung von Diabetikern in Wien zu ermöglichen.
Ein weiteres Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind Postvirale Syndrome wie Long Covid und ME/CFS, die insbesondere seit der Corona-Pandemie verstärkt in den Fokus gerückt sind. Die aktuelle Versorgung der betroffenen Patient:innen ist derzeit unzureichend, weshalb bereits im Herbst 2024 die Konzeptionierung eines Kompetenzzentrums für Postakute Infektionssyndrome in Wien beschlossen wurde. Nun wurde die weitere Umsetzung des Zentrums bis Ende 2028 geeinigt, wobei der Probebetrieb Anfang 2027 beginnen soll. Ziel ist es, eine spezialisierte Anlaufstelle für Patient:innen mit Long Covid und anderen postviralen Erkrankungen zu schaffen, um diese in ihrer Genesung besser zu unterstützen und eine umfassendere Versorgung zu ermöglichen. (red)